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Basics

Bei autostereoskopischen Displays (sog. 3D-Displays) handelt es sich um Geräte, die es ermöglichen, verschiedenste Inhalte (Objekte, Bilder, Animationen, Videos, etc.) räumlich, d. h. in 3D, darzustellen und sehen zu können. Das Herausragende und Besondere daran ist, dass dies ohne Verwendung von weiteren Hilfsmitteln, wie z. B. die bekannten Anaglyph-Brillen („Rot-Grün-Brillen“) oder Shutter-Brillen, möglich ist. Erreicht wird dies u. a. durch den Einsatz von optischen Technologien (z.B. sog. Strahlenteiler), die dafür sorgen, dass jedes Auge des Betrachters eine leicht unterschiedliche Perspektive, der auf dem Display dargestellten Inhalte sehen kann. Das menschliche Gehirn verarbeitet diese zwei unterschiedlichen Perspektiven zu einem räumlichen Bild.

Grundsätzlich muss bei 3D-Displays zwischen den beiden folgenden Prinzipien unterschieden werden:

Multi-View

Hier werden fünf unterschiedliche Perspektiven vor dem 3D-Display aufgebaut. Der Vorteil besteht darin, dass mehrere Nutzer gleichzeitig aus unterschiedlichen Blickwinkeln bequem und bei großer Bewegungsfreiheit 3D sehen können. Weiterhin ist es möglich "um eine Szene herum" zu sehen.

Zielmarkt ist hierbei der mit dem Oberbegriff „Digital Signage“ (auf Deutsch: digitale Beschilderung) bezeichnete Markt. Es geht also um digitales Marketing in 3D - überall dort, wo der Kunde mit einer Werbemessage erreicht werden soll: Öffentliche Plätze (Flughäfen, Bahnhöfe, Stadien), Kaufhäuser, Shops, Drogerie- und Fast Food-Ketten, Messen, Events, Konferenzen, Hauptversammlungen. Zudem kommen Multi-View 3D- Displays für Produkt- und Firmenpräsentationen in Firmenfoyers sowie zur verständlichen Darstellung von Informationen in Museen oder Tourismuszentren zum Einsatz. Letzlich sind auch animierte Spass-Inhalte beispielsweise für Freizeitparks oder Diskotheken ein interessantes Themengebiet für den Einsatz der Multi-View und Portrait 3D- Technologie.

Single-Viewer

Bei diesen Geräten für den Einzel-Anwender werden zwei Perspektiven des Bildinhaltes vor dem Display aufgebaut. Der große Vorteil gegenüber der Multi-View-Technologie ist eine sehr viel höhere Bildauflösung je Auge und eine bessere Bildtrennung der einzelnen Bildperspektiven. Dies führt einerseits zu einer höher erreichbaren 3D-Bildtiefe, andererseits lassen sich dadurch auch sehr geringe Tiefenunterschiede räumlich visualisieren. Gerade dieses Kriterium ist in vielen Applikationen von großem Vorteil.

Für einen optimalen 3D Eindruck und zur Vermeidung räumlich invertierter Bildeindrücke müssen sich die Augen des Benutzers korrekt in den sogenannten Stereozonen ("Sweet Spot") befinden. Über die Option des Einsatz eines Tracking-Systems wird bewirkt, dass sich der Sweet Spot gemäß den Bewegungen des Betrachters stetig anpasst. So kann sich der Anwender frei vor dem Monitor bewegen, ohne einen Bildqualitätsverlust zu erleiden. Es wird gewährleistet, dass sich der Nutzer immer in der korrekten Stereozone befindet.

Die Single-Viewer-Technologie ist prädestiniert für das Arbeiten am “3D-Arbeitsplatz“; bzw. zur Unterstützung von wichtigen Entscheidungen und Arbeitsschritten in 3D. Die Zielmärkte für diese Technologie sind vielfältig. Die derzeit bedeutendsten sind Folgende: Geo Informationswissenschaft (z.B. Landschaftsbilddatenverarbeitung und -vermessung), Medizin (z.B. endoskopische Eingriffe unterstützt durch 3D Visualisierung: HNO, Atroskopie, Neurochirurgie), Satellitenbildauswertung, CAD- Design, -Prototyping und -Konstruktion.

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